Lana Del Rey

“Born To Die”

Lana Del Rey

Seit dem Gastauftritt bei Mando Diao´s Unplugged-Auftritt ist die Präsenz von Lana Del Rey in den Medien Stück für Stück gesteigert worden, bis sie schliesslich die Titelseiten von Spex und Intro hatte. Zu Recht, denn Lana Del Rey ist anders.

Ihr Image ist so amerikanisch wie lange nichts mehr seit Johnny Cash. Ihre erste Single “Video Games” ist grandios. Wer das Video dazu sieht, fühlt sich zwischen Mad Men und Woodstock und das fühlt sich 2012 richtig gut an.

Die Titel heissen “Diet Mountain Dew”, “Blue Jeans”, “Million Dollar Man” oder gar “National Anthem” und pflegen somit die zuvor genannten Assoziationen.

Die Musik erinnert dabei interessanterweise insgesamt doch eher an Lily Allen. Und das ist vielleicht auch mein Problem mit “Born To Die”. Während man bei Lily Allen die Popnote erwartet und will, will ich zumindest bei Lana Del Rey mehr 50er, 60er-Sounds, mehr Reduzierung und weniger Beats.

Die Songs sind nicht das Problem, die Stimme auch nicht, aber man hat ständig das Gefühl, dass hier im Gegensatz zu “Video Games” vieles etwas zuviel ist. Sicher ein subjektiver Eindruck, aber es wäre spannend zu hören, was hier eine Unplugged-Version rausholen würde.

VERTIGO BERLIN / UNIVERSAL

vertigo.fm

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